Die FAA untersucht einen weiteren Flugzeugzusammenstoß mit knapper Not am Reagan National Airport
Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration untersucht einen weiteren Engpass am Ronald Reagan Washington National Airport. Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch, ein Flugzeug der American Airlines musste seinen Start abbrechen. Es wurden keine Verletzungen gemeldet.
Beinaheunfall knapp vermieden
Am Mittwochmorgen sollte ein Airbus A319 der American Airlines einen Flug vom Ronald Reagan Washington National Airport (DCA) zum Boston Logan International Airport (BOS) durchführen. Der Flug mit der Nummer 2134 sollte um 10:05 Uhr starten, startete aber erst am Nachmittag. Als die A319 zum Start freigegeben war und über die Landebahn rollte, landete eine Hawker Beechcraft Super King Air auf einer kreuzenden Landebahn.
EntsprechendCBShatte die King Air bereits die Landeerlaubnis auf der Landebahn erhalten, die sich mit der Landebahn des A319 kreuzte. Als die Fluglotsen (ATC) bemerkten, was vor sich ging, war die King Air bereits gelandet und die A319 musste auf die Bremse treten. Berichten zufolge hatte die A319 bereits 80 Knoten überschritten, als sie anhielt.
Nachdem die A319 auf die Bremse trat, teilte der Pilot ATC mit, dass das Flugzeug für eine Wartungsinspektion zum Gate zurückkehren müsse. Auf den Aufnahmen hört man den Piloten sagen:
„Äh, wir müssen mit der Wartung reden, aber ja, ich denke, wir waren über 80 Knoten, also müssen wir uns einer Inspektion unterziehen.“
American Airlines veröffentlichte eine Erklärung, in der es heißt:
„Die Sicherheit unserer Kunden und Teammitglieder hat für uns oberste Priorität und wir sind unserer Crew für ihre Professionalität dankbar. Wir werden die FAA bei ihren Ermittlungen unterstützen.“
Die FAA sagte:
„Ein Fluglotse hat die Startfreigabe für American-Airlines-Flug 2134 annulliert, weil einem anderen Flugzeug die Landeerlaubnis auf einer kreuzenden Landebahn am Ronald Reagan Washington National Airport erteilt wurde.“
Aktuelle Vorfälle und Grundproblem
Dies ist der zweite Beinahe-Unfall bei DCA innerhalb von sechs Wochen. Im April berichtete Simple Flying, dass eine Boeing 737 MAX 8 der Southwest Airlines und eine JetBlue Embraer E190 am Flughafen beinahe kollidierten. Aufgrund einer Fehlkommunikation kamen die beiden Flugzeuge bis auf 90 Meter aneinander heran. Zum Glück wurde niemand verletzt.
Foto: Southwest Airlines
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Audiodaten der ATC-Kontrollkommunikation mit den Piloten wurden online veröffentlicht und in den Aufzeichnungen gibt ATC der Southwest MAX 8 die Freigabe, über eine Landebahn zu rollen, während der JetBlue E190 angewiesen wurde, auf derselben Landebahn zu starten. Nachdem sich die beiden Flugzeuge auf einer Kollisionsbahn befanden, bemerkte ATC beide Flugzeuge und forderte sie auf, anzuhalten.
In den letzten Jahren haben die Vereinigten Staaten von Engpässen bei der Flugsicherung geplagt, und die Belastung ist noch stärker spürbar. Letzte Woche kündigte Airlines for America, ein Handelsverband und eine Lobbygruppe, eine neue Kampagne zur Einstellung weiterer Fluglotsen an. Die Gruppe vertritt mehrere große Fluggesellschaften in den USA und startete ein Projekt namens „Staff the Towers“. Die Hoffnung besteht darin, dass die FAA durch die Kampagne schnell Maßnahmen ergreift, um den Mangel zu beheben.
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