30 Jahre: Das Wachstum des Eurofighter Typhoon seit dem Jungfernflug

Corey

Der Eurofighter Typhoon feiert sein 30-jähriges Bestehen seit dem Start des ersten Entwicklungsflugzeugs im Jahr 1994. Es gab über 600 Auslieferungen des Kampfflugzeugs, das bei mehreren nationalen Luftstreitkräften über 850.000 Flugstunden gesammelt hat.

Der Eurofighter Typhoon wurde entwickelt, um den Bedarf europäischer Nationen an einem fortschrittlichen Luftüberlegenheitsjäger zu erfüllen. Fünf Länder – Frankreich (das später ausstieg), Deutschland, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich – starteten das Future European Fighter Aircraft (FEFA)-Programm, das schließlich am 27. März 1994 zum Erstflug des Flugzeugs führte.

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Seitdem hat der Jet 680 Bestellungen von neun Kunden erhalten – während der Großteil der Bestellungen von europäischen Luftstreitkräften stammt, wurde das Flugzeug auch bei „Exportpartnern“ wie Katar und Saudi-Arabien in Dienst gestellt. Die allererste Auslieferung erfolgte 2003 an die deutsche Luftwaffe, noch im selben Jahr sollte der Typ offiziell in Dienst gestellt werden.

Der Kampfjet hat den an seiner Entwicklung beteiligten Regionen nachweislich einen großen wirtschaftlichen Aufschwung verliehen, indem er derzeit rund 100.000 europäische Arbeitsplätze sichert und 400 Unternehmen in ganz Europa einbezieht. Davon sind rund 25.000 Arbeitsplätze und über 120 Programmlieferanten in Deutschland ansässig, obwohl diese Arbeitsplätze gefährdet sind, da weiterhin Unsicherheiten hinsichtlich der Nachfrage nach Tranche-5-Kampfflugzeugen bestehen.

Ein gemeinsamer Erfolg

Der Eurofighter wird von einem europaweiten Konsortium bestehend aus Airbus, BAE Systems und Leonardo hergestellt. Airbus Deutschland ist am Standort Manching bei Ingolstadt für den Mittelrumpf verantwortlich, Airbus Spanien liefert den rechten Flügel. Das britische Unternehmen BAE Systems fertigt den vorderen Rumpfteil und die Seitenflosse und arbeitet gemeinsam mit Leonardo am hinteren Rumpf. Der italienische Hersteller Leonardo fertigt auch den linken Flügel des Jets.

Neueste Entwicklungen

Im Rahmen des Programms werden derzeit 38 Tranche-4-Eurofighter – oder „Quadriga“ – für die deutsche Luftwaffe hergestellt. Die ersten Auslieferungen sind für 2025 geplant. Darüber hinaus werden 20 Tranche-4-Flugzeuge für die spanische Luftwaffe gebaut, deren Auslieferung im darauffolgenden Jahr, also im Jahr 2026, beginnen soll. Einige wichtige Leistungsverbesserungen sind in Arbeit, darunter ein „Long-Term Evolution“-Upgrade, das ein neues Cockpit und eine verbesserte Rechenleistung hinzufügt.

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Darüber hinaus wurde im November 2023 bekannt gegeben, dass der Eurofighter EK (Electronic Combat) in den nächsten Jahren Realität werden wird und 15 Eurofighter der deutschen Luftwaffe mit Fähigkeiten zur elektronischen Kriegsführung ausgerüstet werden sollen. Dazu gehören ein von Saab entwickeltes Senderortungs- und Selbstschutzsystem sowie eine Anti-Radiation Guided Missile (AARGM) von Northrop Grumman. Der Eurofighter soll voraussichtlich bis in die 2050er Jahre im Einsatz bleiben und auch in das Future Combat Air System (FCAS) mit bemannten und unbemannten Varianten einbezogen werden.

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