easyJet und Amsterdam Schiphol erzielen Einigung wegen Störungen im Sommer 2022
Der Billigflieger easyJet und einer der verkehrsreichsten Flughäfen Europas, der Flughafen Amsterdam Schiphol (AMS), haben sich außergerichtlich über den Schaden geeinigt, der durch das Chaos im Sommer 2022 entstanden istNU.NL. Im vergangenen Sommer kam es am niederländischen Flughafen zu Hunderten Annullierungen oder Verspätungen wegen mangelnder Flughafensicherheit.
EasyJet musste aufgrund der Knappheit die Anzahl der verfügbaren Flüge und Tickets begrenzen, was ihrer Meinung nach einen Vertragsbruch mit dem Flughafen darstellt. Während keine Einzelheiten zur Einigung bekannt gegeben wurden, haben die Fluggesellschaft und der Flughafen die im europäischen Sommer 2022 gegenüber den Fluggesellschaften eingegangenen Verpflichtungen nicht erfüllt.
Im vergangenen Sommer standen am Flughafen lange Schlangen an, um die Flughafensicherheit zu passieren. Dieser Personalmangel führte zu langen Wartezeiten bei der Gepäckkontrolle und beim Passieren in den „Air-Side“-Halle. Aufgrund dieser Verspätungen verpassten viele ihre Flüge, da sie die erforderlichen Sicherheitskontrollen nicht rechtzeitig bestehen konnten, und der Flughafen beschloss daraufhin, die Anzahl der zulässigen Flüge zu begrenzen.
Auch KLM war betroffen
Auch die niederländische Fluggesellschaft KLM war von diesen Einschränkungen und dem Personalmangel in Schiphol stark betroffen, wodurch der Fluggesellschaft Einnahmen in Höhe von Hunderten Millionen Euro entgingen. Die Fluggesellschaft musste daraufhin auch viele der betroffenen Reisenden entschädigen. KLM und andere Fluggesellschaften haben seitdem finanzielle Vereinbarungen mit dem Flughafen getroffen, weitere Einzelheiten hierzu wurden jedoch nicht veröffentlicht.
Während des Chaos beschloss KLM, zwischen 10 und 20 tägliche Flüge zu europäischen Zielen zu streichen, die bis August dauern sollten. Auch der Verkauf auf Cityhopper- und Europastrecken wurde stark eingeschränkt, um betroffenen Passagieren einfachere Umbuchungen zu ermöglichen.
Diese Einschränkungen betrafen nicht nur Passagiere und ihre jeweiligen Fluggesellschaften! Der Flughafen Amsterdam Schiphol ist ein bedeutender europäischer Frachtflughafen, und KLM sah sich aufgrund der Flugbetriebsbeschränkungen im Sommer 2022 mit der Notwendigkeit konfrontiert, die Buchung von Fracht zu verhindern, was den gewohnt effizienten Betrieb des renommierten Flughafens schnell beeinträchtigte.
Erhöhung der Obergrenze
Da der Flughafen seit der Saga den Betrieb einschränkt, wurden nun Beschränkungen eingeführt, um Emissionen und Lärmbelästigung zu reduzieren. Viele Fluggesellschaften erwägen daher eine gerichtliche Klage bei der niederländischen Regierung, da der Flugverkehr in die Niederlande eingeschränkt wurde. Allerdings begrüßte KLM im Dezember letzten Jahres die Entscheidung, die Betriebsobergrenzen zu lockern, da der niederländischen Fluggesellschaft nun 483.000 Zeitnischen für das ganze Jahr zugewiesen wurden.
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Photo: Olaf Schulz | Shutterstock
Mitte November 2023 gab der Flughafen bekannt, dass er seine vorgeschlagene Flugobergrenze für das nächste Jahr streichen würde, was die Flugbewegungen im Vergleich zu seiner Kapazität vor der Pandemie um fast 50.000 reduziert hätte. Als dominierende Fluggesellschaft bei AMS ist KLM hier der klare Gewinner – weitere bedeutende Fluggesellschaften, die davon profitieren, sind easyJet (die zweitgrößte Fluggesellschaft im Jahr 2022), Transavia und Delta Air Lines.
Amsterdam Schiphol hat dennoch gewarnt, dass in Spitzenzeiten eine „begrenzte Reduzierung“ erforderlich sei, um einen „sicheren und stabilen Betrieb“ zu gewährleisten.
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